Die Österreichische Beteiligung am CERN

CERN, das europäische Labor für Teilchenphysik, wurde 1953 gegründet und ist ein Paradebeispiel für internationale Zusammenarbeit. Heute hat CERN 19 Mitgliedsstaaten und beschäftigt rund 3000 Wissenschaftler und Techniker. Insgesamt nutzen etwa 6500 Physiker aus 80 Nationen, also die Häfte aller Teilchenphysiker weltweit, die phantastischen Möglichkeiten, die CERN bietet (Highlights).

Diese Größe und Internationalität bedingen eine eigene Organisationsstruktur: Geleitet wird CERN von einem Generaldirektor, der traditionellerweise Wissenschaftler ist und für fünf Jahre bestellt wird. Alle wichtigen Entscheidungen werden im Council getroffen, in das jedes Mitgliedsland zwei Delegierte -je einen Wissenschaftler und einen Diplomat- entsendet.

Österreich ist seit 1959 CERN-Mitglied. Das ermöglicht österreichischen Wissenschaftlern und Technikern, am CERN mitzuarbeiten und sich an den Experimenten zu beteiligen. Der finanzielle Beitrag, den Österreich leistet, beträgt rund 175 Mio. ÖS, das sind 2.26% des gesamten CERN-Budgets (Stand 1999). Etwa die Häfte davon wird für Personalkosten verwendet, der Rest geht in die technische Entwicklung und den Betrieb der Experimente.

Interview mit W. Majerotto: "Die Teilchenphysik prägt unser Weltbild und ist Teil unserer Kultur ..... "


Die 19 CERN Mitgliedsstaaten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritanien, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakien, Spanien, Tschechien und Ungarn.

Sabine Kraml